Montag, 29. Dezember 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Bollywood & Götterkult von Ava Cooper

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Rike, Amal und Laura aus „Bollywood & Götterkult“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Rike, Laura und Amal nicken Claudia zu. Sicher gerne.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Rike: Klar, und bevor meine überschlaue Schwester sich vordrängelt, fange ich mal an. (Sie streckt Laura die Zunge heraus und wirft sich danach grinsend die dunklen Haare zurück.) Also, ich bin Rike, 16 Jahre alt und eigentlich geht es eh um mich. Beziehungsweise um meine Wahnvorstellungen - oder was auch immer diese beschissenen Träume sind, die mich quälen. Nachts und tagsüber. Und das da ist Miss Oberwichtig.
Laura (verdreht die blauen Augen): Danke für die nette Einführung. (Dann lächelt sie Claudia an.) Hi, ich bin Laura, 18 Jahre alt und im Gegensatz zu meiner Schwester weiß ich, was sich gehört. Vielen Dank, dass wir uns vorstellen dürfen. Wir leben in Berlin und sind eine ganz normale Familie. Naja, bis vor kurzem ...
Amal: Und da komme ich vermutlich ins Spiel. Rike hat nämlich Visionen von der indischen Todesgöttin Kali. Und wie man unschwer erkennen kann, stammt meine Familie aus dem Land der Gegensätze. Mein Name ist Amal, ich bin auch 18 Jahre alt und betreibe mit meinem Großonkel ein indisches Restaurant. Da sind Rike und ich uns vor kurzem wiederbegegnet. Und ich habe die Gelegenheit genutzt, unsere Bekanntschaft zu vertiefen.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Rike: Klar, und bevor meine überschlaue Schwester sich vordrängelt, fange ich mal an. (Sie streckt Laura die Zunge heraus und wirft sich danach grinsend die dunklen Haare zurück.) Also, ich bin Rike, 16 Jahre alt und eigentlich geht es eh um mich. Beziehungsweise um meine Wahnvorstellungen - oder was auch immer diese beschissenen Träume sind, die mich quälen. Nachts und tagsüber. Und das da ist Miss Oberwichtig.
Laura (verdreht die blauen Augen): Danke für die nette Einführung. (Dann lächelt sie Claudia an.) Hi, ich bin Laura, 18 Jahre alt und im Gegensatz zu meiner Schwester weiß ich, was sich gehört. Vielen Dank, dass wir uns vorstellen dürfen. Wir leben in Berlin und sind eine ganz normale Familie. Naja, bis vor kurzem ...
Amal: Und da komme ich vermutlich ins Spiel. Rike hat nämlich Visionen von der indischen Todesgöttin Kali. Und wie man unschwer erkennen kann, stammt meine Familie aus dem Land der Gegensätze. Mein Name ist Amal, ich bin auch 18 Jahre alt und betreibe mit meinem Großonkel ein indisches Restaurant. Da sind Rike und ich uns vor kurzem wiederbegegnet. Und ich habe die Gelegenheit genutzt, unsere Bekanntschaft zu vertiefen.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Rike: Na, und ob! Das ist eine fiese Sadistin. Hey, wer verpasst anderen denn solche Träume - oder Visionen (sagt sie mit einem Seitenblick auf Amal)? Meine Hände triefen manchmal vor Blut. Und irgendwie spüre ich auch, dass ich mich verändere. Ich meine, ich bin ja nie ein kleines Mäuschen. Aber jetzt ... Ich wie auch nicht. Irgendetwas passiert mit mir. (Die letzten Worte sagt sie ganz leise.)
Amal (drückt sie an sich): Ich bin sicher, sie meint es nicht böse. Auch sie folgt nur dem Willen der Götter.
Rike (schnaubt): Pah, welchen denn? Dem Gott des "Ich quäle euch alle bis aufs Blut"?
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Rike (lächelt auf einmal schüchtern). Ich mag am liebsten die Stelle von unserem ersten Kuss: Amal senkt den Kopf. Es sind nur wenige Zentimeter, aber sie verändern alles. Seine Lippen nähern sich meinen und mein Herz rast noch schneller. Ich schaue in seine dunklen Augen. Sie sehen unwiderstehlich aus, so tief wie Mondkrater. Eine stumme Frage steht darin. Ob er mich küssen darf. Hell, ja! Am liebsten würde ich meinen Kopf heben und mich gegen ihn pressen. Aber vor Amal werde ich zu einem kleinen Mäuschen, das sich nichts traut. Nur ein leichtes, angedeutetes Nicken, mehr schaffe ich nicht.
Ein unfassbar weiches Lächeln erscheint auf seinen verführerischen Lippen. Mein Herz setzt einen Schlag aus. Automatisch schließe ich die Augen, spitze den Mund ein wenig ... Alles in mir ist ein einziges Durcheinander erwartungsvoller Vorfreude. Jedes Atom in meinem Körper fiebert der Berührung entgegen.
Dann legen sich seine Lippen auf meine und ich glaube zu träumen. Sie sind so warm und weich, bedecken meinen Mund. Wie von selbst öffnen sich meine Lippen ein wenig, damit unsere Zungen sich miteinander verschränken können. Gleichzeitig drückt er mich enger an sich. Ich spüre seine Nähe so intensiv, dass es mir beinahe Angst macht. Aber eben nur fast. Der größere Teil von mir genießt diesen Kuss.
Nicht so schön, aber umso aussagkräftiger ist diese Szene:
Plötzlich verschwimmt das Bild im Fenster, verwirbelt wie Wasser, das durch einen Ablauf fließt. Kurz darauf wird es wieder klar. Allerdings erblicke ich nicht länger mich selbst, sondern eine Figur mit dunkler, fast schwarzer Haut, vier Armen und einem flammenden Haupt.
Kali! Wirken die verdammten Träume etwa immer noch in mir nach? Ich schlage die Hände vor das Gesicht und die Figur im Fenster tut es mir nach. Entsetzen kriecht in mir hoch und mir wird eiskalt. Was geht hier vor sich? Werde ich verrückt? Warum habe ich auf einmal Halluzinationen?
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Laura: Das ist immer schwer zu sagen. Aber es ist ja oft so, dass sich viel von den Autor*innen in ihren Figuren widerspiegeln. Wenn ich so an Rikes Temperament denke, befürchte ich, Avas Eltern und ihre Geschwister hatten es nicht immer einfach mit ihr. Was dann von ihr ihr mir ist, weiß ich nicht.
Rike (grinst): Vielleicht dein nerviges Angeber-Gehabe.
Laura: Oder meine Intelligenz. (Sie hebt eine Augenbraue.)
Rike (verengt ihre Augen): Willst du etwa sagen, ich wäre blöd?
Amal (geht dazwischen): Ihr seid beide clever, jede auf eine andere Weise.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Rike: Bösartig, grausam und verschissen gut darin, mich in Schwierigkeiten zu bringen.
Amal: Anderseits hat sie uns zusammengeführt. (Nimmt mit einem sanften Lächeln Rikes Hand). Und das ist wunderbar. Oder - göttliche Fügung (Er grinst verschmitzt).
Laura (presst die Lippen zusammen): Die Frage ist, welchen Gottes - und wieso ... Ich bin mir ja nicht so sicher, was genau sie damit bezweckt, uns in solche Situationen zu schicken. Aber ich glaube einfach daran, dass es sie einen bestimmten Zweck verfolgt.
Rike: Sicher - weil sie sich darüber tot lacht.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Amal: Der stand schneller fest als unsere Namen. (Er schmunzelt). Ava hat ja tatsächlich beide Elemente - es kommen sowohl indischen Götter drin vor als auch eine Bollywood-Tanzeinlage. Bei der ich mitmache - und sogar Rike und Laura. Auch wenn meine Hübsche sich erst geziert hat.
Rike (schnaubt): Natürlich habe ich das! Herumhüpfen und grinsen ist nun mal nicht mein Ding.
Laura: Aber sie macht das gut! Und der Titel passt toll zur Story, finde ich.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Laura: Es ist pink! Natürlich mag ich es.
Rike (verdreht die Augen): War ja klar ... Also, für mich hätte es auch Schwarz sein können. Aber ja, es ist okay. Die Details sind ganz witzig mit den Ornamenten und den Figuren. Und man sieht die Berliner Skyline im Hintergrund. Das ist cool.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Amal (drückt lächelnd Rikes Hand): Tatsächlich hat Rike mir das schönste Geschenk gemacht, als sie gesagt hat: »Natürlich reichst du mir! Du bist alles, was ich will. Ich will keinen Gott, sondern dich. Genau dich. Und nicht nur dich.«
Rike (drückt sich an ihn): Und ich mag dieses Zitat: Unsere Liebe ist ein Geschenk, das ich für immer bewahren möchte. Vielleicht schaffen wir das auch. Immerhin haben uns zwei Götter zusammengebracht.
Danke für das Gespräch

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit dem Abschicken des Kommentars bin ich mit den Datenschutzrichtlinien des Blogs einverstanden.